Generationsprojekt 2015 – 2019
Seit September 2019 hat die Montessori Grundschule und die Schulsozialpädagogin Unterstützung vom Verein „Seniorpartner in School“ (SiS).
Die Seniorpartner vermitteln bei Konflikten und Problemen.
Im Werkraum klappern die Nadeln
Seniorinnen bringen Mädchen und Jungen an der Montessori-Grundschule das Stricken und Häkeln bei. Jeden Dienstag fährt ein Kleinbus mit Bewohnerinnen des KerVita-Seniorenzentrums an der Montessori-Grundschule vor. Dann steht dort die Handarbeits-Arbeitsgemeinschaft auf dem Plan. Die ist von den Mädchen und auch von den Jungen gut besucht. Werklehrerin Kerstin Krause: „Mit solch einer Nachfrage haben wir nicht gerechnet. Unsere Gruppen sind mit jeweils 17 Schülern voll und wir haben überlegt, wo wir uns Unterstützung holen könnten.“ Da die Schule schon seit einigen Jahren eine Kooperation mit dem Seniorenzentrum pflegt, lag die Idee nahe, auch hierfür einige rüstige Damen zu begeistern. Und Die kommen gerne. „Unsere Bewohnerinnen freuen sich auf den Termin und sehnen den Dienstag schon immer herbei“, bestätigt Betreuerin Sylvia Spörle. Und schon klappern im Werkraum der Schule die Strick- und Häkelnadeln. Auch Elfriede Fay hilft beim Anfertigen von Taschen und Mützen. „Früher war ich Kindergärtnerin, nun habe ich wieder junge Menschen um mich herum“, freut sich die 81-Jährige. Die Seniorinnen schauen den Kindern über die Schultern und greifen ein, wenn die Masche gefallen ist. In der Gruppe sind auch zwei Jungen vertreten, die sich an der beruhigenden Tätigkeit erfreuen. Christel Seegert beobachtet die Fingerfertigkeiten des achtjährigen Tom. „Das geht ihm schon gut von der Hand, er hat Talent fällt die 84-Jahrige ihr fachmännisches Urteil. Viele der älteren Damen blühen hier regelrecht auf. „Darunter sind ja nun auch einige demente Bewohner“, weiß Anne-Kathrin Liefländer, Schulsozialarbeiterin des Internationalen Bundes. „Wenn die sich dann während des Ausprobierens wieder erinnern und dieses Wissen dann auch noch an die junge Generation weitergeben können, ist es ein ungeheuer positiver Effekt. Hier wird voneinander gelernt. Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt sie. DAs sehen auch die Schüler trotz anfänglicher Skepsis so. Denn nicht alle Kinder haben noch Großeltern. Einige mussten sich an die ältere Generation erst herantasten. „Zuerst hatte ich ein wenig Angst, aber jetzt macht es richtig Spaß“, gesteht die siebenjährige Fiona. Deshalb soll das Projekt nach dem nun geglückten Probemonat hoffentlich lange fortgeführt werden.


